• An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
Start Aktuelles Vertreterpauschale | auch für Versicherungs- und Immobilienmakler

  • blogger
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • linkedin
  • Twitter
  • wordpress
  • Yahoo
  • yahoobuzz

S·M·P Kurznews auch via


Vertreterpauschale | auch für Versicherungs- und Immobilienmakler
Freitag, 11 August 2017 14:26
Datenschutz-Frühstück am 24.08.2017
Sonntag, 06 August 2017 13:11
Geburtstagslisten, Informationen über Hochzeiten und Geburten im Unternehmen
Montag, 03 Juli 2017 21:33
Die Schritte zur Umsetzung der DSGVO in Österreich
Sonntag, 02 Juli 2017 11:48

Bitte lesen Sie vorab unsere Information zu Datenschutz bei Social Plugins und informieren Sie sich über den Datenschutz. Wenn Sie mit der Datenermittlung und Weitergabe nicht einverstanden sind, dann nutzen sie das Social Plugin nicht. Danke.

Vertreterpauschale | auch für Versicherungs- und Immobilienmakler

VwGH (31.05.2017): ... folglich ist auch die Anbahnung von Versicherungsverträgen durch den Dienstnehmer der GmbH als Vertretertätigkeit zu qualifizieren

Der Verwaltungsgerichtshof hat sich vor kurzem mit der sog. "Vertreterpauschale" beschäftigt. Dabei handelt es sich um einen pauschalen "Abzugsposten" in der Arbeitnehmerveranlagung , die ein "Vertreter" als "Werbunngskostenpauschale" entsprechend einer VO des Bundesministeriums für Finanzen geltend machen kann.

Ein Vertreter kann 5% der Bemessungsgrundlage, jedoch max. EUR 2.190,-- jährlich als Werbungskostenpauschale steuermindernd geltend machen, wobei der Arbeitnehmer ausschließlich Vertretertätigkeit ausüben muss, und die Tätigkeit muss überwiegend im Außendienst erbracht werden.

Der Vertreterbegriff wird in der Verordnung selbst nicht definiert, sodass die Rechtsprechung diesen Begriff nach der "Verkehrsauffassung" ausgelegt hat. Personen, die im Außendienst (vorwiegend) zum Zwecke der Anbahnung und Abschluss von Geschäften und Kundenbetreung tätig sind (siehe z.B. VwGH v. 18.12.2013), sind Vertreter.

Im Jahr 2005 hat der VwGH klargestellt, dass auch Tätigkeiten der Auftragsdurchführung zur Tätigkeit eines Vertreters gehören können, "solange der Kundenverkehr in Form des Abschlusses von Geschäften im Namen und für Rechnung seines Arbeitgebers (über Verkauf von Waren oder Erbringung von Dienstleistungen) eindeutig im Vordergrund steht.

In einer Entscheidung im Jahr 2015 hat der VwGH entschieden, dass auch jemand der Geschäftsabschlüsse anbahnt, ohne diese tatsächlich abzuschließen, als Vertreter zu qualifizieren ist, und diesem das Vertreterpauschale zusteht, wenn er überwiegend im Außendienst tätig ist.

 

Nun wurde entschieden, dass es nicht notwendig ist, dass der "Vertreter" im eigenen Namen bzw. im Namen des Geschäftsherrn Verträge abschließt, sondern es reicht nach Ansicht des VwGH aus, wenn jemand "Versicherungsverträge vermittle" und im Außendienst Maklerverträge abschließe.

Für die Zuerkennung des Vertreterpauschale ist nicht die Berufsgruppe maßgeblich, der der Arbeitgeber des Steuerpflichtigen angehört. "Entscheidend ist, dass die vom Steuerpflichtigen ausgeübte Tätigkeit dem Tätigkeitsbild der in der Verordnung genannten Berufgsgruppe entspricht."

 

Es ist "der Vertretertätigkeit gleichzuhalten, wenn Rechtsgeschäfte über Dienstleistungen im Namen und für Rechnung des Arbeitgebers abgeschlossen werden. Das Geschäftsmodell eines Versicherungsmakler besteht darin, Versicherungsverträge zwischen ihren Kunden und Versicherungsunternehmen zu vermitteln, woraus letztlich auch Provisionsansprüche erwachsen.

Sowohl die Anbahnung und der Abschluss von Maklerverträgen (mittelbar) als auch die Anbahnung von Versicherungsverträgen zwischen den Kunden des Dienstgebers und den Versicherungsunternehmen (unmittelbar) darauf abzielen, die vom Dienstgeber angebotenen Dienstleistungen zu vertreiben, also Versicherungsverträge zu vermitteln. Folglich ist auch die Anbahnung von Versicherungsverträgen durch den Revisionswerber als Vertretertätigkeit zu qualifizieren (vgl. idS zur inhaltlichen Gleichartigkeit einer Betätigung mit der eines "herkömmlichen Vertreters" auch das Erkenntnis vom 27. April 2017, Ra 2015/15/0072).

Dies kann auch auf Immobilenmakler umgelegt werden, die vorwiegend im Außendienst Verträge zwischend den Kunden des Dienstgebers (Bauträgern, Eigentümern) und Interessenten vermitteln (Kaufverträge, Mietverträge).

Einem Immobilienmakler steht daher mE das Vertreterpauschale in Anwendung dieser Entscheidung des VwGH vom 31.05.2017 zu, und besteht uU sogar die Mögliichkeit schon mit Bescheid festgesetzte Arbeitnehmerveranlagungen wieder aufzunehen. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

Wir unterstützen Sie gerne in allen Angelegenheiten des Immobilien- und Maklerrechts und prüfen Ihre Ansprüche.


 

 

  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow